Stress und Entspannung — Heute schon entspannt?!

Ihr Guide für einen entspannteren Alltag

Stress. Bei die­sem Wort läu­ten wahr­schein­lich bei Ihnen die ers­ten Alarm­glo­cken. Stress – wer hat ihn nicht? Manch­mal ist das nun mal so, lässt sich nicht viel dran ändern, wer­den eini­ge von Ihnen jetzt den­ken. Doch ganz im Gegen­teil: Sie kön­nen viel­leicht nicht immer Ihr gesam­tes Umfeld, die all­täg­li­chen Situa­tio­nen kon­trol­lie­ren, aber ganz bestimmt sind Sie mit für Ihr Stress­le­vel ver­ant­wort­lich. Wie Stress ent­steht und was Sie ganz per­sön­lich dage­gen tun kön­nen, erfah­ren Sie hier!

Stress – na und?

Bevor wir aber genau dar­auf ein­ge­hen, soll­ten wir erst­mal klä­ren, was denn über­haupt „Stress“ bedeu­tet und was dabei im Kör­per pas­siert. Grund­sätz­lich ist Stress über­haupt nichts Nega­ti­ves. Man braucht ihn, um den Kör­per auf Trap zu brin­gen und Sachen zu erle­di­gen. Bei die­ser Art von nor­ma­lem Stress spricht man vom soge­nann­ten Eustress (= guter Stress). Hier wer­den bestimm­te Hor­mo­ne aus­ge­schüt­tet, die im Kör­per fol­gen­de Reak­tio­nen her­vor­ru­fen:

…Erhö­hung von: Blut­druck, Puls, Fett­spie­gel, Blut­zu­cker­spie­gel (Sym­pa­thi­kus­ak­ti­vi­tät steigt)

…Hem­mung von: Immun­sys­tem, Ver­dau­ung, Pro­tein­auf­bau (Para­sym­pa­thi­kus­ak­ti­vi­tät sinkt)

Unse­re Ener­gie­be­reit­stel­lung wird dahin ver­la­gert, wo wir sie zum Über­le­ben am nötigs­ten brau­chen, alles ande­re fährt der Kör­per sozu­sa­gen auf „Spar­flam­me“.
Sobald das Gehirn merkt, dass die stres­si­ge Situa­ti­on been­det ist, sen­det es Boten­stof­fe in den Kör­per, die dafür sor­gen, dass es wie­der zu einem aus­ge­gli­che­nen Ver­hält­nis zwi­schen Sym­pa­thi­kus und Para­sym­pa­thi­kus kommt. Die Stress­re­ak­ti­on ist vor­bei und wir leben wei­ter wie bis­her. Die­ser Mecha­nis­mus ist gut und wich­tig für unser Leben.
Lei­der ist es aber so, dass bei vie­len von uns die­se Reak­ti­on aus dem Gleich­ge­wicht gekom­men ist und wir uns sozu­sa­gen im „Dau­er­stress“ befin­den. Das heißt, der Kör­per fährt dau­er­haft sei­ne Akti­vi­tä­ten zurück auf das „Lebens­not­wen­di­ge“ und redu­ziert Mecha­nis­men wie die Ver­dau­ung und das Immun­sys­tem. Hier­bei spre­chen wir vom „Diss­tress“, der sich auf lan­ge Zeit gese­hen nega­tiv auf den Kör­per aus­wir­ken kann. Das Immun­sys­tem wird lang­fris­tig geschwächt und kann ein­fa­che Infek­te (z.B. Erkäl­tungs­vi­rus) oder sogar schwe­re Erkran­kun­gen nicht mehr gut abweh­ren: wir wer­den schnel­ler krank.
Haben Sie viel­leicht auch schon mal eine Erkäl­tung bekom­men, sobald Sie Urlaub hat­ten und der Kör­per zur Ruhe gekom­men ist? Genau die­se Reak­ti­on ist die Erklä­rung dafür. Das Immun­sys­tem und sei­ne Ant­wort auf Erre­ger wur­den lan­ge Zeit vom Stress­pe­gel unter­drückt und konn­te Ihren Kör­per nicht rich­tig ver­tei­di­gen. Wenn die­ser jetzt plötz­lich her­un­ter­fährt, fängt das Immun­sys­tem schnell an, die­se Erre­ger zu bekämp­fen – Man fühlt sich krank.

Um die­sen Teu­fels­kreis zu ver­mei­den, haben wir hier ein paar Tipps zusam­men­ge­stellt, um Ihr Leben ein wenig stress­frei­er zu machen:

Verändern Sie Situationen, die Sie stressen

Ja, wir wis­sen, das ist oft leich­ter gesagt als getan. Trotz­dem kön­nen Sie sel­ber hel­fen, stres­si­gen Situa­tio­nen vor­zu­beu­gen.

  1. Nicht den Über­blick ver­lie­ren: Machen Sie sich regel­mä­ßig Plä­ne (für den Monat, die Woche, …) und schrei­ben Sie die­se in einem Ter­min­ka­len­der auf.
  2. Rea­lis­tisch sein: Neh­men Sie sich nur vor, was Sie auch errei­chen kön­nen. Wenn Ihnen von vorn her­ein klar ist, dass ein Ziel nicht umsetz­bar ist, brin­gen Sie sich sel­ber in stres­si­ge Situa­tio­nen
Ruhe bewahren!

Wenn Sie der Stress doch mal ein­holt

  1. Wenn’s akut wird, atmen Sie tief durch! Klingt ein­fach, hat aber einen gro­ßen Effekt. Ver­su­chen Sie doch ein­fach mal, sich für drei Atem­zü­ge zu kon­zen­trie­ren: Lan­ge und lang­sam ein­at­men (bis vier zäh­len) und aus­at­men (bis sechs zäh­len).
  2. Für danach: Ver­su­chen Sie her­aus­zu­fin­den, was Sie ent­spannt. Bei dem Einen ist es der Weg zur Arbeit auf dem Fahr­rad, der ande­re rela­xed lie­ber beim Musik­hö­ren, Haupt­sa­che Sie kom­men run­ter.