Psychische Gefährdungsbeurteilung — vielmehr Chance als Risiko

Arbeits­ver­dich­tun­gen durch Per­so­nal­ab­bau, Pro­zess­be­schleu­ni­gun­gen durch den Ein­satz digi­ta­ler Ent­wick­lun­gen oder die Ver­schmel­zung von Arbeit und Frei­zeit ver­deut­li­chen den Wan­del in der heu­ti­gen Arbeits­welt. Doch wel­che gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen hat die­se „moder­ne Arbeits­welt“ auf die Beschäf­tig­ten? Und war­um soll­ten Unter­neh­men in die psy­chi­sche Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung inves­tie­ren?

Immer mehr Arbeitnehmer/innen füh­len sich über­for­dert und lei­den unter Burn-outs. Seit 2006 hat sich der Anteil der Arbeits­un­fä­hig­keits­ta­ge auf Grund psy­chi­scher Erkran­kun­gen fast ver­dop­pelt (vgl. Sta­tis­ta, 2019). Die dar­aus resul­tie­ren­den Fol­gen sind gra­vie­rend, sowohl für die betrof­fe­nen Per­so­nen als auch für die Betrie­be. Gefähr­dun­gen des Dienst­leis­tungs­an­ge­bo­tes durch feh­len­de Per­so­nen­res­sour­cen oder eine hohe Fluk­tua­ti­ons­ra­te auf Grund eines „unat­trak­ti­ven“ Arbeit­ge­bers sind nur zwei nega­ti­ve Resul­ta­te, wel­che durch den Ein­satz einer Mit­ar­bei­ter­be­fra­gung zur Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung psy­chi­scher Belas­tun­gen am Arbeits­platz ver­mie­den wer­den könn­ten.
War­um nut­zen Arbeit­ge­ber die­se Chan­ce so sel­ten?

Schwierige Handhabbarkeit

Vie­le Unter­neh­men asso­zi­ie­ren psy­chi­sche Gefähr­dun­gen am Arbeits­platz fälsch­li­cher­wei­se mit dem Vor­han­den­sein psy­chi­scher Erkran­kun­gen. Die­se Asso­zia­ti­on führt sei­tens der Arbeit­ge­ber und Betriebs­rä­ten häu­fig zu einer Ableh­nung der psy­chi­schen Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung, da Unkennt­nis dar­über herrscht, was genau dar­un­ter zu ver­ste­hen ist und wie das The­ma auf­ge­ar­bei­tet wer­den kann (Ahlers, 2011).

Mangelnde Transparenz und Kontrolle

Ent­schei­den sich Unter­neh­men zur Durch­füh­rung einer Mit­ar­bei­ter­be­fra­gung, ste­hen zahl­rei­che Tools zur Aus­wahl. Wer kein Exper­te auf dem Gebiet ist, schlägt sich mit unzäh­li­gen Fra­gen rum: „Wel­ches Tool eig­net sich am bes­ten für unser Unter­neh­men?“ „Erfül­len wir damit die gesetz­li­che Pflicht nach § 5 Arb­SchG?“ „Sind die alle Ana­ly­sen anonym?“ Vie­le Unter­neh­men geben das Unter­fan­gen hier bereits auf. Zu viel­fäl­tig ist das Ange­bot und zu risi­ko­reich, dass die Ana­ly­se kei­nen Erfolg bringt und aus­schließ­lich Zeit – wich­ti­ge Arbeits­zeit – ver­lo­ren geht.

Folgenlosigkeit und Kosten von Gefährdungsbeurteilungen

Die psy­chi­sche Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung ist im Rah­men des Betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ments als ganz­heit­li­cher Pro­zess ange­legt. Gefähr­dun­gen sol­len ana­ly­siert, begut­ach­tet und durch ver­hal­tens- bzw. ver­hält­nis­prä­ven­ti­ve Maß­nah­men mini­miert wer­den. Die­se Ver­än­de­rung gilt es im Nach­hin­ein auf ihre Wirk­sam­keit und Nach­hal­tig­keit zu prü­fen. Die­ser Pro­zess ist bei jeg­li­chen Mit­ar­bei­ter­er­he­bun­gen der­sel­be, wird aller­dings nur in den sel­tens­ten Fäl­len in die­sem For­mat umge­setzt. Des­halb besteht bei vie­len eine gewis­se Skep­sis. In der Pra­xis wer­den Gefähr­dun­gen häu­fig nur ana­ly­siert und emp­foh­le­ne Maß­nah­men nur halb­her­zig oder erfolg­los umge­setzt. Die Arbeit­ge­ber haben dem­entspre­chend häu­fig kein Inter­es­se an sol­chen Ana­ly­sen und sehen nur „sinn­lo­se Kos­ten“ die dabei ent­ste­hen.

Nutzen Sie die Chance zum Erfolg!

Erken­nen die Arbeit­ge­ber den Sinn und die Chan­cen der psy­chi­schen Gefähr­dungs­ana­ly­se in ihrem Unter­neh­men, las­sen sich die Belas­tungs­si­tua­ti­on umfas­send beschrei­ben und ana­ly­sie­ren. Durch den Ein­satz der Befra­gung kön­nen dem­zu­fol­ge gewinn­brin­gen­de Maß­nah­men erzielt wer­den. Sowohl die Mit­ar­bei­ter als auch die Unter­neh­men kön­nen einen gro­ßen Mehr­wert dar­aus zie­hen. Ent­schei­den Sie sich für eine Umset­zung einer psy­chi­schen Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung, ste­hen Ihnen viel­fäl­ti­ge Ange­bo­te zur Unter­stüt­zung von exter­nen Dienst­leis­tern zur Ver­fü­gung. Bie­ten Sie Ihren Füh­rungs­kräf­ten Schu­lungs­an­ge­bo­te zur Sen­si­bi­li­sie­rung mit dem Umgang psy­chi­scher Gefähr­dun­gen an oder ver­la­gern Sie die Durch­füh­rung direkt an aus­ge­bil­de­te Fach­kräf­te. Die Inves­ti­ti­on in Ihre Mit­ar­bei­ter wird sich loh­nen.

Oft­mals ist es der ers­te Schritt der schwer fällt. Sobald die ers­ten Erfol­ge sicht­bar wer­den, fol­gen die nächs­ten Schrit­te in Rich­tung umfas­sen­des Betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment wie von allei­ne. Also nut­zen Sie die Chan­ce zur Durch­füh­rung einer psy­chi­schen Mit­ar­bei­ter­um­fra­ge mit der per­men­do GmbH an Ihrer Sei­te und ris­kie­ren Sie damit maxi­mal Erfol­ge!

Ahlers, E. (2011). Wach­sen­der Arbeits­druck in den Betrie­ben, in Krat­zer, N./ Dun­kel, W./ Becker, K./ Hin­richs, S. (Hrsg.) (2011).

Rad­tke, R. (2019). Sta­tis­ta. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/253972/umfrage/au-tag-aufgrund-psychischer-diagnosen-in-deutschland/