Gesund­heits­zir­kel sind eine moder­ne Form der betrieb­li­chen Klein­grup­pen­ar­beit. Hier tref­fen sich Beschäf­tig­te, um gesund­heit­li­che Risi­ken am Arbeits­platz auf­zu­de­cken, die­se zu reflek­tie­ren und Bewäl­ti­gungs­stra­te­gi­en zu ent­wi­ckeln. Der Grund­ge­dan­ke des Gesund­heits­zir­kels ist, dass die Mit­ar­bei­ten­den im Gesund­heits­zir­kel selbst die Exper­ten für ihre jewei­li­ge Arbeits­si­tua­ti­on sind.

Eine Klein­grup­pe von acht bis zehn Per­so­nen — Neun bis zwölf Sit­zun­gen auf frei­wil­li­ger Basis.

Die Sit­zun­gen dau­ern jeweils ein­ein­halb Stun­den und fin­den arbeits­platz­nah in einem Abstand von maxi­mal zwei Wochen statt. Der Gesund­heits­zir­kel soll­te sowohl von der Unter­neh­mens­lei­tung als auch vom Betriebs­rat unter­stützt wer­den und Bestand­teil einer Betriebs­ver­ein­ba­rung sein.

Gesund­heits­zir­keln — Düs­sel­dor­fer und Ber­li­ner Modell

Im Düs­sel­dor­fer Modell neh­men neben den Mit­ar­bei­ten­den u. a. auch Vor­ge­setz­te, Betriebs­ärz­te und Exper­ten des Arbeits­schut­zes teil. Im Ber­li­ner Modell besteht der Gesund­heits­zir­kel aus­schließ­lich aus Mit­ar­bei­ten­den einer Hier­ar­chie­ebe­ne.

Die Doku­men­ti­on wird allen Mit­ar­bei­ten­den zugäng­lich gemacht.

Die Sit­zun­gen des Gesund­heits­zir­kels wer­den doku­men­tiert und allen Mit­ar­bei­ten­den zugäng­lich gemacht. Die zu bear­bei­ten­den The­men des Gesund­heits­zir­kels wer­den in schrift­li­cher Form, z.B. durch einen Arbeits­ver­trag oder eine Dienst­ver­ein­ba­rung, fest­ge­hal­ten.

Der Erfolg des Gesund­heits­zir­kels ist vor­der­grün­dig vom Wil­len des Unter­neh­mens zur Umset­zung der Ver­än­de­rungs­vor­schlä­ge abhän­gig. Wer­den die Ver­än­de­rungs­vor­schlä­ge umge­setzt, kann dies neben der anvi­sier­ten Ver­än­de­rung der gesund­heit­li­chen Belas­tun­gen auch die Eigen­ver­ant­wor­tung und das Gesund­heits- und Sicher­heits­be­wusst­sein der Mit­ar­bei­ten­den stär­ken. Anders­her­um kön­nen Mit­ar­bei­ten­de ent­täuscht sein, sofern Ver­än­de­run­gen, die aus ihrer Per­spek­ti­ve umsetz­bar und sinn­voll erschei­nen, abge­lehnt wer­den oder mit lan­ger Ver­zö­ge­rung umge­setzt wer­den. Das gilt es zu ver­hin­dern.