Betriebliches Gesundheitsmanagement in Start-ups — Mehr Chancen oder mehr Risiken?

Betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment in Start-ups? Umfra­gen und Sta­tis­ti­ken zei­gen, dass Betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment (BGM) haupt­säch­lich in Kon­zer­nen und Groß­un­ter­neh­men umge­setzt wird. Klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men gehen die­ses The­ma weni­ger an. Beson­ders Start-ups haben im Bereich der Mit­ar­bei­ter­ge­sund­heit enor­men Nach­hol­be­darf. Wie und war­um Start-ups ins BGM inves­tie­ren soll­ten, lesen Sie hier:

Start-Ups: Ressourcen und Druck

Start-ups beschäf­ti­gen in den meis­ten Fäl­len jun­ge und gesun­de Mit­ar­bei­ten­de, die ihre Gesund­heit als selbst­ver­ständ­lich anse­hen. Aus die­sem Grund wird der Geschäfts­füh­rung oft das Gefühl ver­mit­telt, dass die Beschäf­tig­ten kei­ne gesund­heits­för­dern­den Maß­nah­men wün­schen oder gar benö­ti­gen. Des wei­te­ren haben die Grün­der in ers­ter Linie mit Her­aus­for­de­run­gen, wie der Ein­füh­rung Ihres Geschäfts­mo­dells sowie der Plat­zie­rung die­ser am Markt zu kämp­fen.

Doch ins­be­son­de­re in der Start-up-Bran­che, wo in den ers­ten Mona­ten und Jah­ren des Bestehens ein gro­ßer Druck herrscht und zahl­rei­che Über­stun­den geleis­tet wer­den, soll­te das Augen­merk auf dem Wohl­be­fin­den der Mit­ar­bei­ten­den lie­gen. Start-ups sind auf die außer­or­dent­li­che Leis­tungs­be­reit­schaft Ihrer Mit­ar­bei­ten­den ange­wie­sen, auf der ande­ren Sei­te feh­len jedoch die zeit­li­chen und finan­zi­el­len Res­sour­cen, um ein Betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment auf­zu­bau­en.

Implementierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagement in Start-ups

Wird sich genau­er mit der Imple­men­tie­rung von gesund­heits­för­dern­den Pro­zes­sen in Start-ups befasst, fällt auf, dass Start-ups von „Natur aus“ vie­le Vor­tei­le mit sich brin­gen: Durch die sich noch im Auf­bau befin­den­den Struk­tu­ren und die fla­chen Hier­ar­chi­en ist es deut­lich ein­fa­cher die Bedürf­nis­se und Ansprü­che der Mit­ar­bei­ten­den zu erfas­sen und die­se in den gesam­ten Pro­zess mit­ein­zu­be­zie­hen, als es bei grö­ße­ren und „alt­ein­ge­ses­se­nen“ Unter­neh­men der Fall ist.

Die meist noch über­schau­ba­re Anzahl an Beschäf­tig­ten trägt eben­so dazu bei. Es kann eine akti­ve Mit­be­stim­mung der Mit­ar­bei­ten­den bei den Ent­schei­dungs­pro­zes­sen gelebt wer­den, wodurch ziel­ge­rich­te­te und nach­hal­ti­ge Maß­nah­men abge­lei­tet wer­den kön­nen. Die par­ti­zi­pa­ti­ve Ein­be­zie­hung der Mit­ar­bei­ten­den erhöht dar­über hin­aus die Ein­satz­be­reit­schaft sowie die Moti­va­ti­on an BGM-Maß­nah­men teil­zu­neh­men. Gemein­sam ein BGM auf­zu­bau­en und dar­an mit­zu­wir­ken stärkt das Gemein­schafts­ge­fühl inner­halb des Start-ups und führt zu einer höhe­ren Mit­ar­bei­ter­bin­dung sowie ‑zufrie­den­heit.

Betriebliches Gesundheitsmanagement — Verbundenheit mit dem Unternehmen

Die Ver­bun­den­heit mit dem Unter­neh­men, sowie der gemein­sa­me Team­geist und die hohe Ein­satz­be­reit­schaft kön­nen gleich­zei­tig das Image und die Außen­wir­kung des Start-Ups ver­bes­sern. Die Attrak­ti­vi­tät für neue Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber steigt. Beson­ders vor dem Hin­ter­grund des demo­gra­phi­schen Wan­dels und des Fach­kräf­te­man­gels wer­den sol­che Fak­to­ren immer ent­schei­den­der: Damit ein Start-up wei­ter­wach­sen kann, ist eine per­so­nel­le Ver­stär­kung mit den geeig­ne­ten Qua­li­fi­ka­tio­nen unbe­dingt nötig.

Betriebliches Gesundheitsmanagement in Start-ups trotz Herausforderungen

Trotz der vie­len Her­aus­for­de­run­gen und Schwie­rig­kei­ten, denen sich Start-ups gegen­über­se­hen, soll­te das The­ma des BGMs nicht ver­nach­läs­sigt wer­den. Wird in den Bereich der Mit­ar­bei­ter­ge­sund­heit inves­tiert, eröff­nen sich gro­ße Chan­cen sowohl für die Mit­ar­bei­ten­den als auch für das Start-up selbst.